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Confucian Entrepreneurs - Management- innovationen aus China.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Matthias Niedenführ.

Seit Jahrzehnten sind deutsche Unternehmen auf dem chinesischen Markt aktiv, dennoch wird das Management chinesischer Arbeiter und Angestellter in deutschen Tochterfirmen oft in die Hände chinesischer Führungskräfte gelegt, da kulturelle Differenzen als sehr hoch eingestuft werden und viele Vorgänge in China intransparent verlaufen. Negative Erfahrungen mit chinesischen Unternehmen und Mitarbeitern sind zudem weit verbreitet.

Gerade die hohe Fluktuation von Mitarbeitern, die selbst für geringe Mehrbeträge den Arbeitgeber wechseln, stellen für Unternehmen eine große Herausforderung dar. Eine solide Ausbildungsstruktur im Bereich praktischer Tätigkeiten, wie das duale System, fehlen weitgehend. Doch wegen der geringen Loyalität der Mitarbeiter lohnen sich Investitionen in die Qualifizierung nur bedingt. Deutsche Arbeitgeber haben zwar einen guten Ruf, so dass sie zumindest die besseren Kandidaten anziehen können, diese werden dann aber beliebtes Abwerbeziel. Auch unter chinesischen Unternehmen ist der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter heftig. Die „Confucian Entrepreneurs“ (rushang) – ein besonderer Typ von chinesischen Unternehmern versucht dieses und zahlreiche andere Probleme, die mit mangelndem Vertrauen in der chinesischen Geschäftswelt zu tun haben, zu lösen.

Unter "New Chinese Management" sind Bemühungen führender chinesischer Unternehmer zu verstehen, einen eigenen Managementstil zu entwickeln. Dieser greift zum einen Impulse der westlichen Nachhaltigkeitsdebatte auf und bezieht sich zum anderen gezielt auf das chinesische Kulturerbe. Die "Confucian Entrepreneurs", deren Vorbilder in Ost- und Südost­asien zu suchen sind, stehen nicht nur für ein wiedererstarktes China, sondern sie wollen selbstbewusst einen dezidiert chinesischen Way of Doing Business schaffen, der dem amerikanischen, japanischen oder deutschen Managementstil ebenbürtig ist.

Prof. Dr. Matthias Niedenführ ist Vizedirektor des China Centrum Tübingen (CCT) und Juniorprofessor für Sinologie und Wirtschaftsethik an der Universität Tübingen. Er arbeitete ein Jahrzent in China, Japan und Taiwan, u.a. als Managing Director des European Centre for Chinese Studies an der Peking-Universität, und ist Mitgründer der Plattform ThinkIN China.

Datum: 28 Juni 2018, 18.30 Uhr

Ort:German Centre Beijing | DRC Liangmaqiao

11th Floor, Unit 1101A, DRC Liangmaqiao Diplomatic Office Building

19 Dongfang East Road, Chaoyang District, 100600 Beijing, PR China

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